Wheel-Soccer-Cup Berlin 2018

1./2. September 2018

Das Wochenende fremdgehen: Der Wheel-Soccer-Cup in Berlin

... und trotzdem hat Niemand unfair gespielt – alle waren glücklich.

Gleich vorweg: auch wenn es einmal nicht um E-Rolli-Fußball ging, haben wir löwenstark gekämpft. Power Lions können halt nicht aus ihrer Haut ...

Kurze Erklärung: Wheel Soccer ist eine Teamsportart bei der zwei jeweils 5-köpfige Mannschaften versuchen, mit der Hand einen Pezziball ins gegnerische Tor zu befördern. Und da es nicht so kompliziert ist, ist es auch für uns, aber vor allem für Menschen mit größeren Einschränkungen geeignet. Man kann sogar geschoben werden. Gespielt wird zumeist im manuellen, aber auch im elektrischen Rollstuhl. Das Spielfeld hat Basketballfeldgröße.

Samstag um 10.00 Uhr ging es erst einmal mit Aufwärmspielen los: „Hase und Jäger“ - wo mehrere „Jäger“ mit Pezzibällen bestückt, die durch die ganze Halle wuselnden „Hasen“ abschießen mussten. Das sollte schon einmal die Treffsicherheit und auch das Ausweichen trainieren.

Und „Fangt das goldene Team“ - ein Spiel, in dem schon einmal das Blocken geübt wurde, denn man musste die einzelnen, natürlich flüchtenden Spieler einer Mannschaft so einkesseln, das sie Bewegungsunfähig waren – echtes Teamwork.

Erst einmal beim Mittagessen stärken, bei 150 Teilnehmern und deren Angehörigen,  logistisch gar nicht so einfach und dann ging es los. Schon dieser gemütliche Zeitplan zeigt, dass es hier vorrangig um das Miteinander ging. Da wir nur zu viert angereist waren, wurde unser Team noch mit vier motivierten Eltern, von Kindern, die auch am Turnier teilnahmen, aufgestockt. So waren wir ein bunt gemischtes Team aus Dresden, Freiburg und Berlin. Falls ihr euch nun wundert: ja, ein Team sind 8 Spieler und die 3, die gerade nicht spielen, können unbegrenzt eingewechselt werden. Nach 7 teilweise sehr anstrengenden Spielen an 2 Tagen (wir waren alle manuell unterwegs und mussten vorwärtskommen + den Ball bewegen), bei denen wir wieder mal die natürlich besten Fans hatten, waren wir doch etwas traurig, dass der Spaß schon ein Ende haben sollte. Wir waren alle Neulinge und da wir nicht den letzten Platz belegt haben, zeigt das doch, wie effektiv unser E-Rolli-Training ist.

Nadin Hepper

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